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So, 02.11.2014 | »Ich kann beim besten Willen keine Krise erkennen«. Vom Zustand des (Musik-)Journalismus in der digitalen Moderne.

Diskussion mit (byte.fm, taz, sz), (De:Bug), (Testcard, Institut für Musik und Medien ), Moderation (Jungle World)

Verlagsübernahmen, Stellenabbau und Etatkürzungen wohin das Auge blickt – der (Musik-)Journalismus 2014 scheint an offener Tuberkulose zu leiden, er keucht und röchelt, vor allem der Printbereich pfeift auf dem letzten Loch.

„Von nun an gings bergab“, singen die AutorInnen von den Dächern, prosten auf ihren prekären Zustand an und bohren sich ein Loch ins Knie. Denn bekanntlich machen ein paar geschenkte Promo-CDs noch keinen gefüllten Kühlschrank, der immaterielle Kapitalismus beisst seine Kinder statt sie zu füttern.

Einst unabhängige Musikblätter sind zu bunten Anzeigebroschüren der Plattenindustrie geworden, die Popkritik ins Feuilleton verschoben oder in Webblogs abgewandert. Einem immer größer werdenden journalistischen Output steht immer weniger Geld zur Verfügung, Selbstverwirklichung wird zur Selbstausbeutung, eine Tauschformel, auf die sich jedes neoliberale Managementseminar bestens versteht: Der Text ist meine Party.