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So, 24.11.2013 | Phase 2: Samstag ist der neue Montag

Über die gesellschaftliche Funktion von Drogen und Rausch

Mitschnitt der Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift Phase 2 mit und , Moderiert von , am 24. November 2013 im Golem.

Ob nun auf der Arbeit, beim Sport oder beim Sex – es gibt heute quasi kein Problem, dem nicht durch Tabletten oder Pillen beizukommen wäre. Die Ideologie der Selbstoptimierung durchdringt alle Lebensbereiche. Schließlich werden auch in der Freizeit Höchstleistungen vollbracht, etwa im Techno-Club – unter dem Einfluss von Amphetaminen. Eine »Pharmakologisierung des Alltags« diagnostiziert der Soziologe Günter Amendt der heutigen Gesellschaft. Der Mensch werde immer weniger als ein soziales sondern zunehmend als ein »manipulierbares und chemisch optimierbares Wesen« wahrgenommen.

Amendts Thesen werfen zahlreiche Fragen auf, die sowohl die Konsumpraxis von Drogen und Medikamenten betreffen als auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, in die diese Praxis eingebunden ist. Einigen davon wollte sich die 44. Ausgabe der gesellschaftskritischen Zeitschrift Phase 2 in einem Themenschwerpunkt über »Drogen und Rausch« widmen: Ist die immer schon recht willkürliche Unterscheidung zwischen Drogen und Medikamenten heute hinfällig? Was ist die gegenwärtige Bedeutung von »Party-«Drogen, warum und wozu werden sie konsumiert? Ist die sogenannte »Bewusstseinserweiterung« und die Suche nach Genuss-Erfahrungen, die das Gefüge des Alltags durchbrechen, überhaupt noch ein bestimmendes Konsum-Motiv? Wie steht es also um das Phänomen des drogeninduzierten Rausches? Welche Bedeutung hat »Sucht«, wenn chemische Substanzen im Alltag ohnehin allgegenwärtig sind?

Solche Fragen nach der gesellschaftlichen Funktion von Drogen in der Gegenwart wollen wir mit Alexandra Schauer und Robert Feustel – zwei AutorInnen der Schwerpunktausgabe der Phase 2 – diskutieren.

Alle Texte der Ausgabe sind online verfügbar unter: www.phase-zwei.org